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Damaskus: Massendemonstration gegen UN-Bericht

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Damaskus: Massendemonstration gegen UN-Bericht

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Zehntausende Syrer haben am Montag in Damaskus gegen den UN-Bericht zum Mord an dem libanesischen Ex-Regierungschef Rafik Hariri demonstriert. Ihrer Meinung nach ist der Report politisch motiviert und macht Syrien fälschlicherweise für das Attentat mitverantwortlich. Vergangene Woche hatte der Berliner Oberstaatsanwalt Detlev Mehlis den Vereinten Nationen den Ermittlungsbericht vorgelegt. Darin werden syrische Politiker und Geheimdienstoffiziere sowie Familienangehörige des syrischen Präsidenten als Tatverdächtige genannt.

Im Februar war der libanesische Ex-Regierungschef Rafik Hariri ermordet worden. Seither waren immer wieder Vermutungen laut geworden, dass die syrische Regierung in die Tat verwickelt sein könnte. Die Kundgebung in Damaskus wurde von syrischen Gewerkschaften und der Regierung organisiert. Die Teilnehmer trugen Bilder des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad und Transparente mit Aufschriften wie “Nein zu Ihrem falschen Bericht” oder “Wir fürchten uns nicht vor Amerika”. Die Behörden hatten sogar Schülern die Teilnahme an der Demonstration erlaubt. Am Dienstag ist ein Treffen des UNO-Sicherheitsrats geplant, bei dem Syrien zu einer Kooperation mit den UN-Untersuchungsbehörden gedrängt werden könnte. Syriens Präsident Assad hat unterdessen Briefe an die Mitglieder des Sicherheitsrates gesandt, in denen er versucht, die Position seines Landes darzulegen.