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EU-Kommission will entschiedener auf Vogelgrippe reagieren

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EU-Kommission will entschiedener auf Vogelgrippe reagieren

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Angesichts der Vogelgrippe erwägt nun auch die Europäische Kommission die Schaffung EU-weiter Vorschriften zum Verbot der privaten Einfuhr von Wild- und Ziervögeln. Derzeit ist das noch Sache der Mitgliedsstaaten. In der Schweiz untersagten die Behörden bis mindestens Mitte Dezember die Freilandhaltung von Geflügel, um die Ausbreitung der Seuche zu verhindern.

Im deutschen Bundesland Rheinland-Pfalz untersuchen die Behörden die Ursache des Todes von 25 Gänsen und Enten. Bislang habe man keine Nachweise für die Vogelgrippe gefunden, hieß es. Auch in Frankreich wurde die Freilandhaltung von Geflügel nach langem Zögern bis zum 1. Dezember verboten. Auf Märkten und Messen dürfen zunächst keine lebenden Tiere mehr ausgestellt werden, Jäger dürfen keine lebenden Lockvögel mehr bei der Entenjagd einsetzen. Eine Zwangsimpfung für Geflügel soll es vorläufig aber nicht geben, ein Serum gebe es lediglich für Hühner, hieß es in Paris.

In Frankreich war der Verzehr von Geflügel in der vergangenen Woche um ein Fünftel eingebrochen. Die EU-Kommission untersagte die Einfuhr lebender Vögel aus Kroatien. Dort wurde der Ausbruch der Vogelgrippe inzwischen nachgewiesen. Unklar ist, ob es sich um den für den Menschen gefährlichen Typ handelt. Kroatuiem hatte von sich aus bereits ein Ausfuhrverbot verhängt. Die Regierung in Zagreb kündigte zudem die Schlachtung von 10.000 Hühnern an.