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Verhandlungen über Zukunft des Kosovo

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Verhandlungen über Zukunft des Kosovo

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Der UN-Sicherheitsrat hat in New York der Aufnahme von internationalen Verhandlungen über den zukünftigen Status des Kosovo zugestimmt. Die Entscheidung der 15 Mitglieder des Sicherheitsrates fiel einstimmig. Zuvor hatte der UN-Gesandte für den Kosovo, Kai Eide, empfohlen, die internationalen Anstrengungen zur Statusfrage des seit 1999 unter UN-Verwaltung stehenden Provinz zu verstärken. Der serbische Ministerpräsident Vojislav Kostunica hatte zuvor gewarnt, Fehler bei der Festsetzung der staatsrechtlichen Zukunft der nach Unabhängigkeit strebenden südserbischen Provinz Kosovo könnten langfristige Konsequenzen für den Balkan und die ganze Welt nach sich ziehen. Kostunica versprach aber, sein Land werde sich um eine Verhandlungslösung im Einvernehmen mit dem internationalen Recht bemühen. 90 Prozent der Bevölkerung im Kosovo sind muslimische Albaner. Zehntausende von ihnen wurden bei serbischen Militäreinsätzen zwischen 1998 und 99 getötet, bevor die Nato das Morden stoppte. Immer wieder kam es seitdem aber zu Auseinandersetzungen zwischen den Bevölkerungsgruppen. So stiftete die albanischen Unabhängigkeitsbewegung im März 2004 Unruhen an, bei denen 19 Menschen Serben getötet wurden, Häuser, Kirchen und Klöster wurden gebrandschatzt. Belgrad will dem Kosovo mehr Autonomie gewähren, aber lehnt eine Unabhängigkeit der Provinz ab.