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Stürzt Präsident Bushs engster Berater?

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Stürzt Präsident Bushs engster Berater?

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Gegen Personen aus dem engsten Umfeld von US-Präsident Bush wird ermittelt. Militärs würden sagen: die Einschläge kommen immer näher. Sie könnten am Ende Karl Rove außer Gefecht setzen, jenen Mann, von dem es heisst, er habe den Politiker George W. Bush überhaupt erst gemacht. Karl Rove hat seit 1994 die Wahlkämpfe für Bush geleitet. Auch gegen Lewis “Scooter” Libby wird ermittelt, er ist der Stabschef des Vizepräsidenten.

Sonderermittler Patrick Fitzgerald hat zunächst seinen Abschlußbericht verschoben, was auf Anklageerhebung hindeuten könnten. Anklagen könnte er wegen Irreführung der Justiz, vor allen aber wegen Verrats einer CIA-Agentin. So etwas gilt im US-Recht als Verbrechen. Bei alledem geht es um den Irak-Krieg, genauer: um die Rechtfertigung des Präsidenten dafür. In seiner Rede zur Lage der Nation behauptete Bush, es gäbe Beweise dafür, dass Saddam Hussein in Niger Uran gekauft habe. Dabei hatte der zur Kontrolle von Bush nach Niger entsandte Botschafter Joseph Wilson berichtet: “ An der Geschichte ist nichts dran.” Als der Präsident in seiner Rede trotzdem das Gegenteil behauptete, widersprach Wilson ihm öffentlich ….. worauf – welch Zufall – seine Ehefrau als CIA-Agentin enttarnt wurde. Das könnte sie und ihre Informanten das Leben kosten.

Nun deutet alles auf einen von Karl Rove eingefädelten Racheakt hin, um den aufmüpfigen Wilson zu treffen Rove’s Chef Bush erklärt mehrdeutig, er habe allen seinen Mitarbeitern gesagt, sie sollen mit dem Ermittler zusammenarbeiten. Er wolle aber niemanden auf Grund von Medienberichten vorverurteilen.

Es scheint fraglich, ob er den Getreuesten seiner Getreuen wird halten können. Im Washington geht schon das Gerücht um, man bereite sich im Weißen Haus auf die Zeit nach Karl Rove vor.