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US-Kriegsopfer trüben Freude über irakische Verfassung

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US-Kriegsopfer trüben Freude über irakische Verfassung

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Angesichts von rund 2000 gefallenen Armeeangehörigen im Irak hat US-Präsident Bush die amerikanische Bevölkerung auf weitere Opfer eingestellt. Zwar würdigte er die Annahme der irakischen Verfassung und gratulierte den Irakern zu ihrer “mutigen Wahl”. Er wies aber zugleich darauf hin, dass der Krieg noch mehr Verluste, Zeit und Entschlossenheit erfordere. Erst gestern kamen bei Anschlägen und Gefechten im Irak erneut 20 Menschen ums Leben.

Die Zeit des Krieges sei eine Zeit der Opfer, sagte Bush gestern bei einer Rede vor Offiziersfrauen in Washington. Und die grösste Bürde werde von den Familien der Armeeangehörigen getragen, so Bush. Trotz Gewalt und Terrorismus hätten die Iraker jedoch erneut ihre Entschlossenheit demonstriert, eine Demokratie aufzubauen. Bei dem Referendum Mitte des Monats hatten landesweit 79 Prozent der Wähler für den Verfassungsentwurf gestimmt, lediglich 21 Prozent votierten dagegen. Kurden und Schiiten feierten gestern in den Strassen von Nadschaf. Auf der Grundlage der neuen Verfassung soll nun am 15. Dezember ein neues Parlament gewählt werden.