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Vorsicht vor rohen Eiern

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Vorsicht vor rohen Eiern

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Im Zusammenhang mit der Vogelgrippe veröffentlichte das europäische Zentrum für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten einen Bericht, demzufolge der Verzehr von Speisen mit rohen oder nur teilweise gekochten Eiern wie Tiramisu oder Majonaise zu vermeiden sei. Damit sollte auch Minimalrisiken vorgebeugt werden.

Gestern abend hatte die EU in Brüssel erwartungsgemäss die Einfuhr von Wild- und Ziervögeln in die Union verboten. Das Verbot soll in den nächsten Tagen offiziell in Kraft treten. Die Regelung gilt zunächst bis Ende November. Die 22 toten Graugänse, die am Montag in Rheinland-Pfalz entdeckt worden waren, sind aller Wahrscheinlichkeit nach an einer Vergiftung gestorben. Ersten Untersuchungsergebnissen zufolge handelt es sich um ein Ratten- und Mäusegift, das in den Mägen von 12 der 22 Gänse festgestellt worden war. Bei zwei Tieren habe es jedoch Hinweise auf einen Influenza-A-Virus gegeben. Der Befund werde weiter untersucht. Bis gestern abend diskutierten die Gesundheitsminister im kanadischen Ottawa über die Möglichkeiten, die Vogelgrippe in Asien einzudämmen und ihre Verbreitung auf andere Kontinente zu stoppen. Vor allem die reichen Staaten wurden aufgefordert, wissenschaftliches Know-how und Technologien weiterzugeben. Derzeit hätten nur neun Länder die Kapazität, einen Impfstoff zu entwickeln und zu produzieren, der gegen das Virus H5N1 schütze. Tamiflu gilt als das einzige Medikament, das bei einer Infektion mit dem mutierten Virus helfen könnte. Seit Ausbruch der Vogelgrippe starben in Südostasien bisher 62 Menschen an dem Virus.