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Brand in Flughafengefängnis ruft Kritik an Sicherheitseinrichtungen hervor

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Brand in Flughafengefängnis ruft Kritik an Sicherheitseinrichtungen hervor

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Nach dem verheerenden Großbrand im Zellentrakt des Amsterdamer Flughafens wird nach den Ursachen für das Unglück gesucht. Das Feuer war am Donnerstag kurz nach Mitternacht ausgebrochen. Erst nach drei Stunden hatte die Feuerwehr den Brand unter Kontrolle. Für elf Häftlinge kam jede Hilfe zu spät. 15 Menschen wurden verletzt, einer von ihnen schwebt in Lebensgefahr. Mehrere Gefängnisinsassen versuchten zu fliehen: Acht Häftlinge wurden noch am Donnerstag abend vermisst.

Der niederländische Justizminister Piet Hein Donner mahnte Konsequenzen für andere Haftanstalten ein. Diese sollten Schritte setzen, damit die Häftlinge sich nicht vor ähnlichen Katastrophen fürchten müssten, sagte er. Der Zellenkomplex war vor drei Jahren aus Fertigbauteilen errichtet worden. In dem betroffenen Gebäudeteil liegen 24 Zellen, in denen sich 43 Häftlinge aufhielten – meist mutmaßliche Rauschgiftschmuggler und illegale Einwanderer. Um die Sicherheitseinrichtungen ist nun eine Diskussion in den Niederlanden entbrannt. So gibt es in dem Zellenkomplex keine Möglichkeit, alle Zellen im Notfall gleichzeitig zu öffnen – die Wärter mussten die Türen einzeln entriegeln. Ein Häftling beschuldigte das Personal zudem, zu spät reagiert zu haben.