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Syrien bewegt sich in der Hariri-Affäre

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Syrien bewegt sich in der Hariri-Affäre

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Syrien will eine eigene Untersuchung der Ermordung des früheren Ministerpräsidenten des Libanon, Rafik Hariri, durchführen. Die staatlichen syrischen Medien meldeten, Präsident Baschar Assad habe die Einrichtung eines Sonderausschusses angeordnet, der den Hintergrund des Attentats untersuchen soll. Der Ausschuss werde mit den Vereinten Nationen und den libanesischen Behörden zusammenarbeiten.

Ein in diesem Monat vorgelegter Ermittlungsbericht der Vereinten Nationen hat den syrischen Geheimdienst für den Mordanschlag im Februar mitverantwortlich gemacht. Die USA, Frankreich und Großbritannien nahmen den Bericht zum Anlass für einen Resolutionsentwurf, der Sanktionen gegen Syrien vorsieht. Über die Resolution soll am Montag abgestimmt werden. Rafik Hariri war ein ausgesprochener Gegner der Stationierung syrischer Truppen im Libanon. Er wurde in der Hauptstadt Beirut mit einer Autobombe getötet. Seine Ermordung löste Massenproteste im Libanon aus, die schließlich zum Abzug der syrischen Truppen führten.