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Der US-Impfstoffhersteller Chiron geht vollständig in den Besitz des Schweizer Pharmakonzerns Novartis über.

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Der US-Impfstoffhersteller Chiron geht vollständig in den Besitz des Schweizer Pharmakonzerns Novartis über.

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Für rund vier Milliarden Euro kauft Novartis die 113 Millionen Chiron-Aktien, die noch nicht im Besitz des Basler Konzerns sind.

Damit erhöhten die Schweizer ein erstes Übernahmeangebot.

Bislang hält Novartis 42 Prozent an Chiron.

Vorstandschef Daniel Vasella verspricht sich von der Transaktion jährliche Einspareffekte von 160 Millionen Euro innerhalb von drei Jahren.

Chiron ist das fünftgrößte Impfstoffunternehmen der Welt.

Gemeinsam belegen Novartis und Chiron mit einem geschätzten Umsatz von 27,5 Milliarden Euro für 2005 Platz fünf auf der Liste aller Pharmakonzerne.

Angeführt wird diese von den US-Branchenriesen Pfizer.

Chiron war 2004 nach der vorübergehenden Schließung einer seiner Betriebe für Grippeimpfstoffe in England unter Druck geraten.

Damals hatte es behördliche Beanstandungen wegen Verunreinigungen gegeben.

In einem deutschen Chiron-Betrieb war es in diesem Jahr zu ähnlichen Problemen gekommen.

Novartis kündigte Investitionen in die Forschung und Entwicklung von Chiron an.