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Ruhigere Zeiten für Nordirland

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Ruhigere Zeiten für Nordirland

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Der nordirische Friedensprozess ist in eine neue Etappe eingetreten. Eine pro-britische Guerillagruppe, die sogenannte “Loyalist Volunteer Force”, forderte ihre Mitglieder auf, die Waffen niederzulegen.

Die LVF reagierte damit auf die Entscheidung der Untergrundorganisation IRA, den bewaffneten Kampf aufzugeben. Diese hatte bereits Waffenruhen in den 90er Jahren und insbesondere beim Friedensabkommen von 1998 geschlossen. Die paramilitärischen Loyalisten hatten sich jedoch bislang gegen den Verzicht von Waffengewalt ausgesprochen. Wie aus loyalistischen Quellen verlautete, könnte die Entscheidung der LVF andere radikale Splittergruppen wie die rivalisierende UVF, die “Ulster Volonteer Force” zu ähnlichen Schritten bewegen. Diese beiden paramilitärischen Gruppen beschlossen ausserdem, die Konflikte in den eigenen Reihen beizulegen, denen seit Juli dieses Jahres vier Menschen zum Opfer gefallen waren. Die irische Untergrundorganisation IRA hatte sich bereits im Juli entschlossen,die Waffen niederzulegen. Wie eine unabhängige internationale Kommission berichtete, habe sie inzwischen ihre gesamten Waffenbestände vernichtet.