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Die britischen Wettbewerbshüter haben hohe Hürden für eine Übernahme der Londoner Börse aufgestellt, diese aber nicht grundsätzlich untersagt.

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Die britischen Wettbewerbshüter haben hohe Hürden für eine Übernahme der Londoner Börse aufgestellt, diese aber nicht grundsätzlich untersagt.

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Das ist das Ergebnis der siebenmonatigen behördlichen Untersuchung der beiden vorliegenden Kaufangebote für die London Stock Exchange.

Beide potenziellen Bieter, der Börsenverbund Euronext und die Deutsche Börse AG, müßten bei einer Übernahme des britischen Konkurrenten aus kartellrechtlichen Gründen Teile ihres Clearing-Geschäfts abgeben, erklärte die Behörde.

Die Frankfurter Börse hatte es in der Vergangenheit jedoch bereits abgelehnt, sich wegen der Übernahme von der Abwicklungstochter Eurex Clearing zu trennen.

Die Übernahme der LSE gilt als Schlüssel zur künftigen europäischen Börsenlandschaft.

Wer London mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 2500 Milliarden Euro kontrolliert, dürfte in Europa die Vormachtstellung übernehmen.

Einige Analysten rechnen langfristig sogar mit nur einer pan-europäischen Einheitsbörse für alle 25 EU-Staaten.

Dazu muß jedoch der Konsolidierungsweg weiter beschritten werden, und der geht ganz offenbar zunächst über London.

Möglicherweise, so sehen es die Experten von Citigroup Smith Barney, könnte die Deutsche Börse AG nun als der am besten platzierte Börsen-Konsolidierer auftreten.

Für andere Ananlysten hat indes Euronext die Nase vorn.