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Stoiber geht nicht nach Berlin

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Stoiber geht nicht nach Berlin

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Offenbar ist die Entscheidung von Edmund Stoiber nun gefallen. Aus Kreisen seiner Partei sickerte durch: Der CSU-Vorsitzende wird nicht in die geplante große Koalition von Christdemokraten und SPD eintreten.

Stoiber begründete seine Absage anscheinend nicht nur mit dem angekündigten Rückzug von SPD-Chef Franz Müntefering, sondern auch mit dem Streit über den Zuschnitt des Wirtschaftsministeriums, an dessen Spitze er stehen sollte. Zwischen Stoiber und Angela Merkel war es deswegen zuletzt zu starken Spannungen gekommen. In einer Kampfabstimmung hatte sich der SPD Vorstand deutlich gegen den Wunschkandidaten von Franz Müntefering ausgesprochen und für Andra Nahles gestimmt. Daraufhin hatte der 65-jährige das Handtuch geworfen. Nun scheint alles wieder offen zu sein im Koalitionspoker von Berlin. Auch mögliche neue alte Koalitionspartner haben schon wieder angeklopft.