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Brennender Bahnhof: Randale wegen unpünktlicher Züge

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Brennender Bahnhof: Randale wegen unpünktlicher Züge

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Der Ärger über unpünktliche Vorstadtzüge ist in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires in Gewalt umgeschlagen. Nachdem im morgendlichen Berufsverkehr ein Zug liegen blieb, rasteten viele Pendler aus, setzten Züge und Autos in Brand und demolierten die Bahnstation. Viele Menschen aus den verarmten Vorstädten haben Schwierigkeiten, in Buenos Aires Arbeit zu bekommen, weil sie auf unzuverlässige öffentliche Verkehrsmittel angewiesen sind. Der argentinische Innenminister Anibal Fernandez vermutete hinter den Unruhen mehr als spontanen Ärger: “Man kann verstehen, dass sie ärgerlich sind, aber niemand auf der Welt setzt deswegen Züge und Bahnhof in Brand! Das war schon im Vorfeld geplant!” Die Polizei setzte Gummigeschosse und Tränengas ein, um gegen die Randalierer vorzugehen. Knapp 30 Menschen sollen verletzt worden sein, über 80 wurden festgenommen. Die Ausschreitungen drei Tage vor dem Amerika-Gipfel in Argentinien mit 34 Staats- und Regierungschefs sind eine weitere Herausforderung für die argentinischen Sicherheitskräfte.