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Deutschland: Brandenburgs Regierungschef Platzeck soll SPD-Vorsitz übernehmen

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Deutschland: Brandenburgs Regierungschef Platzeck soll SPD-Vorsitz übernehmen

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Der brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck soll neuer Chef der deutschen Sozialdemokraten werden. Die Parteispitze einigte sich darauf, den 51jährigen beim SPD-Parteitag in zwei Wochen zur Wahl zu stellen. Der Versuch eines schnellen Auswegs, nachdem Franz Müntefering mit seinem Rückzug die Partei und damit die politische Lage mitten in den Koalitionsverhandlungen in Aufruhr gebracht hatte. Platzeck will gleichzeitig Ministerpräsident in Brandenburg bleiben. Der Regierungschef von Rheinland-Pfalz, Kurt Beck, der als Mitfavorit Platzecks galt, soll Stellvertreter in herausragender Position werden.

Die Personalquerelen in der SPD waren Grund genug für CSU-Chef Edmund Stoiber, nun doch nicht als Wirtschafts- und Technologieminister nach Berlin zu gehen, sondern in Bayern zu bleiben. Für ihn soll CSU-Landesgruppen-Chef Michael Glos ins Kabinett unter Angela Merkel gehen. Die künftige Kanzlerin gab sich trotz Stoibers Absage entschlossen und sagte, man werde sich angesichts all der Probleme, die es in Deutschland gibt, nach allen Kräften bemühen, eine große Koalition zustande zu bringen. Unterdessen hieß es in Berlin, Franz Müntefering stehe ungeachtet seines Rückzugs von der SPD-Spitze weiterhin als Arbeitsminister und Vize-Kanzler in einer großen Koalition zur Verfügung.