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Die Europäische Zentralbank hat die Leitzinsen zunächst unverändert gelassen, gleichzeitig aber eine baldige Zinserhöhung angedeutet.

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Die Europäische Zentralbank hat die Leitzinsen zunächst unverändert gelassen, gleichzeitig aber eine baldige Zinserhöhung angedeutet.

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Das ist das Ergebnis der geldpolitischen Beratungen des EZB-Rats in Frankfurt.Die Währungshüter folgten damit nicht dem Beispiel der US-Notenbank, die am Dienstag wegen der steigenden Verbraucherpreise dén Leitzins zum zwölften Mal in Folge auf jetzt vier Prozent angehoben hatte.

Damit sind die Leitzinsen in den USA nun doppelt so hoch wie in der Eurotone.EZB-Präsident Jean-Claude Trichet ließ jedoch keinen Zweifel daran, dass die Zentralbank bald die Geldzügel anziehen wird.Derzeit seien die Leitzinsen noch angemessen.

Aber Wachsamkeit sei geboten, denn die Inflationsrisiken hätten zugenommen.Wie schon in den USA gelten als wichtige Argumente für eine Zinserhöhung unter Volkswirten die allmähliche Erholung der Wirtschaft und die stark wachsende Geldmenge und Kreditvergabe.

Dies führt dann zu einem Anziehen der Inflation.Höhere Leitzinsen verteuern Darlehen für Verbraucher und Unternehmen und dämpfen damit die Nachfrage.Auf das Geschehen an den Devisenmärkten hatte die Frankfurter Entscheidung keinen Einfluß, sie war allgemein erwartet worden.