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Nach Jahre langen Verhandlungen hat Portugal den gewaltigen Sambesi-Staudamm Cahora Bassa an Mosambik abgetreten.

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Nach Jahre langen Verhandlungen hat Portugal den gewaltigen Sambesi-Staudamm Cahora Bassa an Mosambik abgetreten.

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Er war in den 70er Jahren errichtet worden, als das ostafrikanische Land portugiesische Kolonie war.In Lissabon unterzeichneten die zuständigen Minister beider Länder eine Vereinbarung, nach der Portugal die Mehrheitsanteile an Mosambik abgibt.Bisher hielten die Portugiesen 82 Prozent der Anteile, künftig werden es nur noch 15 Prozent sein.

Im Gegenzug zahlt Maputo in zwei Tranchen bis 2007 knapp 800 Millionen Euro.Diese Mittel sind Ausgleich für portugiesische Bau- und Betriebskosten des Damms. Cahora Bassa gehört zu den größten hydro-elektrischen Anlagen in Afrika.Sie wurde 1979 nach zehnjähriger Bauzeit in Betrieb genommen.Am Bau waren auch deutsche Firmen beteiligt.

Die 165 Meter hohe Staumauer liegt in einer Gebirgsengstelle am unteren Sambesi, etwa 700 Kilometer vor dessen Mündung in den Indischen Ozean.Bereits zu Planungsbeginn hatte sich die antikoloniale Befreiungsbewegung FRELIMO gegen das Staudammprojekt gewehrt.Diesem Widerstand hatte sich in Deutschland auch die Studentenbewegung angeschlossen.

Heute speist das gestaute Wasser ein Elektrizitätswerk von knapp 2000 Megawatt.Dessen Stromversorgung wird zum größten Teil mittels einer Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung ins benachbarte Südafrika verkauft.