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Neuer Geheimdienstskandal in den USA

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Neuer Geheimdienstskandal in den USA

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Die CIA unterhält einem Bericht der “Washington Post” zufolge für mutmaßliche Terroristen mehrere Geheimgefängnisse in Osteuropa und Asien. Nach dem 11. September 2001 seien hier bis zu 100 Gefangene verhört worden, darunter wichtige Mitglieder der Terrororganisation Al Kaida, werden nicht näher bezeichnete Informanten aus US-Regierungskreisen zitiert.

Für die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch kommt der Bericht nicht überraschend. Marc Garlasco sagt, man habe anhand von militärischen Flugplänen die mutmaßlichen Orte der geheimen Lager gefunden. Die CIA verfüge über Flugzeuge, um die Gefangenen an jeden gewünschten Ort in der Welt zu bringen. Neben den Gefängnissen in Osteuropa gebe es auch CIA-Einrichtungen in Thailand und Afghanistan sowie auf dem US-Stützpunkt Guantanamo Bay in Kuba. Sie werden als sogenannte “schwarzen Standorte” bezeichnet, weil ihre Namen in Dokumenten geschwärzt würden. Eingeweiht seien nur das Weiße Haus, die CIA und einige hohe US-Beamte sowie die Führung der jeweiligen Standort-Staaten. Offiziell verweigert die US-Regierung bislang Auskünfte über die Existenz der Lager, die Haftbedingungen und die Identität der Gefangenen.