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Siebte Gewaltnacht in Folge in Pariser Vorstädten

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Siebte Gewaltnacht in Folge in Pariser Vorstädten

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In mehreren Vorstädten von Paris ist es auch in der siebten Nacht in Folge zu Ausschreitungen zumeist jugendlicher Randalierer gekommen. Erneut wurden Autos angezündet und Polizisten mit Steinen angegriffen. In Bobigny wurde ein Einkaufszentrum teilweise verwüstet; die etwa vierzig vermummten Randalierer griffen Verkäuferinnen an. Zwei Grundschulen wurden schwer beschädigt. Eine Autowerkstatt wurde in Brand gesetzt. Ein Provokateur sei Sarkozy, sagten einige vermummte Jugendlichen: Der Innenminister halte sich für schlau, aber das sei er nicht. Nicolas Sarkozy hatte mit seiner Rede vom “Gesindel” in den Vorstädten für Streit auch in den eigenen Reihen gesorgt. Die Regierung werde die öffentliche Ordnung sicherstellen, sagte Premierminister Dominique de Villepin im Parlament: Und dies sei die schwierige Aufgabe von Nicolas Sarkozy.Beide Politiker sagten Auslandsreisen ab. Die Unruhen waren ausgebrochen, nachdem am vergangenen Donnerstag zwei Jugendliche auf der Flucht vor der Polizei tödlich verunglückt waren. In Frankreich ist nun eine Debatte über soziale Probleme der Vorstädte und Versäumnisse der Politik im Gange.