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Zehnte Krawallnacht in Folge - kein Ende der Unruhen in Frankreich in Sicht

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Zehnte Krawallnacht in Folge - kein Ende der Unruhen in Frankreich in Sicht

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Frankreich nach einer weiteren Krawallnacht: Zum zehnten Mal in Folge ist es in den Vorstädten zu Ausschreitungen randalierender Jugendlicher gekommen, die zehnte Nacht in Folge gingen Autos und Gebäude in Flammen auf. Erstmals griffen die Unruhen auch auf das Zentrum von Paris über.

Auslöser der Gewaltwelle, die sich mittlerweile auf ganz Frankreich ausgebreitet hat, war der Unfalltod zweier Jugendlicher vor zehn Tagen, die auf der Flucht vor der Polizei einen Stromschlag erlitten. Insgesamt 1300 Autos wurden in der vergangenen Nacht im ganzen Land in Brand gesetzt. Mit Hubschraubern versuchte die Polizei, die gewaltbereiten Jugendbanden zu kontrollieren. Allein im Großraum Paris waren rund 2300 Beamte im Einsatz. 300 Verdächtige wurden festgenommen. Die Spannungen in den problembeladenen Einwanderervierteln steigen – in der Bevölkerung regt sich vermehrt Protest gegen die Gewalt. Doch ein Ende der Ausschreitungen ist nicht in Sicht – bislang konnten die Sicherheitskräfte den Flächenbrand nicht in den Griff bekommen.