Eilmeldung

Sie lesen gerade:

Ausnahmezustand in Frankreich


welt

Ausnahmezustand in Frankreich

Nach zwölf Nächten der Anarchie in französischen Vorstädten will die Regierung die Unruhestifter mit Ausgangssperren stoppen. Das Regierungskabinett setzte dafür ein Notstandgesetz von 1955 wieder in Kraft. So können von Mittwoch an in Problemvierteln Ausgehverbote verhängt werden. Anschließend rechtfertigte der Regierungschef Dominique de Villepin die Notstandsmaßnahmen vor der Nationalversammlung in Paris:

“Wir haben es mit Banden aus dem Milieu der organisierten Kriminalität zu tun. Sie lassen sich von der Polizei nicht beeindrucken. Es wird Zeit kosten, die öffentliche Ordnung wieder herzustellen. Dafür brauchen wir einen langen Atem. “Um der nächtlichen Gewalt ein Ende zu setzen werden außerdem die Sicherheitskräfte mit 1.600 Beamten zusätzlich verstärkt. So sind fast 10.000 Mann im Einsatz.

Bei Bedarf können schrittweise schärfere Maßnahmen ergriffen werden. Längerfristig soll mehr in Sozialmaßnahmen für die betroffenen Siedlungen investiert werden. Die Jungendarbeitslosigkeit soll verringert und die Wohnblocks saniert werden. Subventionen für Hilfsorganisationen vor Ort werden wieder aufgestockt.

Mehr zu:

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

Nächster Artikel

welt

Jugendkrawalle in ganz Frankreich