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Zwölfte Krawallnacht in Folge

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Zwölfte Krawallnacht in Folge

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Die Lage in den französischen Vorstädten hat sich leicht entspannt. Trotzdem gingen die Ausschreitungen unaufhaltsam weiter. 814 demolierte Autos und 143 Festnahmen in ganz Frankreich – die bisherige Bilanz der zwölften Krawallnacht in Folge. Nur ein Beispiel unter vielen: ein Vorort von Toulouse. Hier entführten Randalierer einen Linienbus und zündeten ihn an. Im Großraum Paris hingegen ist es nach Behördenangaben relativ ruhig geblieben, dort hatten die Unruhen begonnen. Angesichts der Gewaltwelle kündigte Premierminister Dominique de Villepin an, dass die 8000 Sicherheitskräfte, die im Einsatz sind, noch mal um 1600 Reservisten der Polizei verstärkt werden. Außerdem solle auf ein Notstandsgesetz aus dem Algerienkrieg zurückgegriffen werden: “Überall wo es notwendig ist sollen die örtlichen Behörden Ausgangssperren verhängen dürfen, wenn so die Sicherheit der Bevölkerung gewährleistet werden kann. Das ist unsere erste Verantwortung.” Darüber soll in einer Dringlichkeitssitzung heute beraten werden. Gleichzeitig will Villepin aber auch Jugendliche aus Problemviertel besser fördern. “Die, die sagen, dass dort Unrecht herrscht, haben recht. Und deswegen auch die Begabtesten stärker unterstützen.”