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Al-Kaida bekennt sich zu Anschlägen in Jordanien

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Al-Kaida bekennt sich zu Anschlägen in Jordanien

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Zu den blutigen Anschlägen auf drei Hotels in der jordanischen Hauptstadt Amman hat sich der irakische Al-Kaida-Ableger des jordanischen Extremistenführers al Sarkawi bekannt. Dabei waren am Mittwochabend mindestens 56 Menschen getötet und mehr als einhundert verletzt worden.

Unter den Toten sind auch zahlreiche Ausländer. Kurz hintereinander waren drei Sprengsätze in den Luxus-Hotels Radisson SAS, Grand Hyatt und Days Inn explodiert. Die Anschläge wurden international verurteilt. Der Weltsicherheitsrat rief die Staatengemeinschaft auf, Jordanien bei der Suche nach den Hintermännern zu helfen. Die heftigste Detonation ereignete sich in einem Festsaal des Radisson-Hotels, wo gerade eine Hochzeit gefeiert wurde.

Der Bräutigam berichtete, er habe seinen Vater, seinen Schwiegervater und mehrere Freunde verloren. Das habe mit dem Islam überhaupt nichts zu tun, Muslime würden so etwas nicht tun. Es war das erste Mal, dass Jordanien Ziel derart verheerender Anschläge wurde. Das Königreich gehört zu den engsten Verbündeten der USA im Nahen Osten. Derzeit sind duzende mutmaßliche Islamisten in Jordanien angeklagt.