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Al-Qaida bekennt sich zu Anschlägen in Jordanien

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Al-Qaida bekennt sich zu Anschlägen in Jordanien

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Zu den Anschlägen in der jordanischen Hauptstadt Amman hat sich Fernsehberichten zufolge die Terrorgruppe des Islamisten Abu Mussab al-Sarkawi bekannt. Sie operierte bislang vornehmlich im Irak. In einem Bekennerschreiben hieß es, Jordaniens König Abdullah habe die drei Hotels zu einem “Garten für die Feinde der Religion” gemacht. Bei den drei Anschlägen auf Luxushotels wurden offiziellen Angaben zufolge 67 Menschen getötet und 150 verletzt. Unter den Todesopfern sind auch der Chef des palästinensischen Militärgeheimdienstes im Westjordanland, Baschir Nafeh, sein Stellvertreter und der Bruder des palästinensischen Parlamentspräsidenten, Dschihad Fahu.

Die Autonomiebehörde ordnete eine dreitägige Trauerzeit an. Am Mittwoch abend waren kurz hintereinander drei Bomben in den westlichen Hotels Radisson, Grand Hyatt und Days Inn explodiert. Die stärkste Explosion ereignete sich in einem Festsaal des Radisson-Hotels, wo gerade eine Hochzeit gefeiert wurde. Der Bräutigam berichtete, er habe seinen Vater, seinen Schwiegervater und mehrere Freunde verloren. Das habe mit dem Islam überhaupt nichts zu tun, Muslime würden so etwas nicht tun. Sarkawis al-Qaida-Gruppe hat sich zu zahlreichen Terroranschlägen im Irak bekannt. Wegen des Anschlags auf die jordanische Botschaft in Bagdad 2003 wurde er in Amman in Abwesenheit zu 15 Jahren Haft verurteilt. In Jordanien wurden inzwischen mehrere Tatverdächtige festgenommen. Jordaniens König Abdullah verurteilte die Bluttat und kündigte ein entschlossenes Vorgehen gegen den Terrorismus an.