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Eklat bei Vorwahlen der Arbeitspartei

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Eklat bei Vorwahlen der Arbeitspartei

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In Israel ist Amir Peretz überraschend zum Vorsitzenden der Arbeitspartei gewählt worden – entgegen aller Prognosen, die den stellvertretenden Ministerpräsidenten Shimon Peres vorne sahen. Das Ergebnis könnte sich auf die Regierungskoalition aus Arbeitspartei und Likud-Block unter Ministerpräsident Ariel Scharon auswirken. Wegen des Gaza-Abzugs hatte Peretz für den Ausstieg aus dem Bündnis und für Neuwahlen plädiert. Das Ergebnis der Vorwahl fiel sehr knapp aus: Peretz bekam etwa 42 Prozent der Stimmen, Peres lag mit rund 39 Prozent nur knapp hinter ihm. Insgesamt hatten die 100-tausend Mitglieder der Arbeitspartei die Wahl unter drei Kandidaten. Der Sieger wird gleichzeitig Spitzenkandidat der Arbeitspartei für die nächsten Parlamentswahlen in einem Jahr. Shimon Peres kündigte unterdessen eine Untersuchung des Ergebnisses an, er sprach von Unregelmäßigkeiten bei der Vorwahl.