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Johnson-Sirleaf bei Wahl in Liberia vorn

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Johnson-Sirleaf bei Wahl in Liberia vorn

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Jubel bei den Anhängern der liberianischen Präsidentschaftskandidatin Ellen Johnson-Sirleaf. Nach Auszählung von 80 Prozent der Stimmen gilt ein Sieg der Wirtschaftsexpertin als so gut wie sicher. Sie erhielt 58 Prozent der Stimmen. Damit würde die 66jährige Weltbankspezialistin die erste gewählte Präsidentin eines afrikanischen Staates.

Zur ersten Wahl nach dem Ende des 14 Jahre dauernden Bürgerkrieges waren am 11. Oktober 1,3 Millionen Liberianer aufgerufen. Der bisherige Favorit, der ehemalige Fußballstar George Weah, reichte eine offizielle Beschwerde wegen Wahlbetruges ein. Der 39jährige lag bei 43 Prozent der Stimmen. Im ersten Wahlgang hatte er gesiegt. Ex-Präsident Charles Tayler war 2003 aus Liberia geflohen. Seither lebt er in Nigeria im Exil. Er wird zahlreicher Kriegsverbrechen beschuldigt.

Liberia erholt sich nur langsam von den Folgen des Bürgerkrieges, der vor zwei Jahren endete. Rund 15.000 UN-Soldaten überwachen das damals geschlossene Friedensabkommen. Mit einem endgültigen Wahlergebnis wird nicht vor dem 22. November gerechnet. Nach Ansicht internationaler Wahlbekochter ist die Wahl weitgehend frei und fair verlaufen.