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Syriens Präsident bleibt unbeugsam: Keine Schuld an Hariri-Mord

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Syriens Präsident bleibt unbeugsam: Keine Schuld an Hariri-Mord

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Der syrische Präsident Baschar al-Assad hat seine Landsleute aufgefordert, sich dem internationalen Druck nicht zu beugen. Außerdem betonte Assad in einer Rede vor Parteigenossen in der Universität von Damaskus erneut, die syrische Führung habe nichts mit dem Mord am libanesischen Ex-Regierungschef Rafik Hariri zu tun.

Dabei berief Assad sich auf den Bericht des UN-Ermittlers Detlev Mehlis. Dieser hatte jedoch dargelegt, dass die Tat praktisch nicht ohne Wissen des syrischen Geheimdienstes verübt werden konnte. Mehlis hatte auch die mangelnde Kooperationsbereitschaft der syrischen Behörden beklagt. Daraufhin verabschiedete der UN-Sicherheitsrat vergangene Woche eine Resolution, wonach Sanktionen gegen Syrien verhängt werden sollen, wenn die Regierung die Zusammenarbeit mit dem Ermittlerteam verweigert.

Assad sagte nun, Syrien werde mit den Ermittlern kooperieren, aber seine nationalen Interessen nicht opfern. Außerdem machte Assad klar, dass die Untersuchungen seiner Meinung nach Teil eines abgekarteten Spiels seien, mit dem Damaskus in die Knie gezwungen werden solle.

Der Präsident wurde vor der Universität von Tausenden jubelnden Anhängern empfangen. Viele von ihnen schwenkten die Nationalflagge oder trugen Transparente mit Aufschriften wie “Mit unserem Leben und unserem Blut opfern wir uns für dich.” Unterdessen drohte der französische Staatspräsident Jacques Chirac Syrien erneut mit Sanktionen, sollte Assad nicht bald die Notwendigkeit einer vollständigen Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen einsehen.