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Weniger Krawalle in Frankreich

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Weniger Krawalle in Frankreich

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Nach zwei Wochen schwerer Jugendkrawalle ist die Gewalt in Frankreich spürbar abgeebbt. In einigen Städten, wie hier in Straßburg, kam es aber weiter zu Brandstiftungen. Die Polizei zählte landesweit knapp 480 angezündete Autos, in der Vornacht waren es noch mehr als 600. In fünf Departements wurden Ausgangssperren verhängt, 200 Personen festgenommen. Zum zweiten Mal kommentierte Staatspräsident Jacques Chirac die Krawalle.

Er appellierte an alle Franzosen, ihre persönliche Verantwortung wahrzunehmen. Das gehe vor allem die Eltern vieler Minderjähriger an, die häufig von Älteren zu Gewaltakten angestiftet würden. Nach Einschätzung der Polizei trugen vor allem die Verkündung des Notstandes und die vielen Festnahmen dazu bei, die Gewalt einzudämmen. Die Ausgangssperre wurde in 300 französischen Städten von mehreren tausend Polizisten überwacht, auch in der südfranzösischen Stadt Nizza.

In den vergangenen 14 Nächten wurden mehr als 2000 Personen festgenommen. Auf scharfe Kritik stieß die Ankündigung von Innenminister Nicolas Sarkozy, die bislang 120 verurteilten Randalierer ausländischer Herkunft auszuweisen. Kritiker werfen ihm vor, das werde zu noch größerer Verbitterung führen.