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Frankreich: Kein Abflauen der Gewalt am Nationalfeiertag

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Frankreich: Kein Abflauen der Gewalt am Nationalfeiertag

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Der Ausgangssperre zum Trotz ist in französischen Problemvierteln auch in der vergangenen Nacht die Gewalt nicht abgeebbt. In der 15. Nacht in Folge wurden wieder hunderte Fahrzeuge angezündet, wie hier in Toulouse. Mehr als 160 Personen wurden in Zusammenhang mit den Brandstiftungen festgenommen. Die Behörden befürchten nun, dass sich am langen Feiertagswochenende Randalierer über das Internet absprechen, um die Gewalt ins Zentrum von Paris und anderen Städten zu bringen. In Frankreich wird heute des Endes des Ersten Weltkrieges gedacht.

In Paris wurden gestern acht Polizeibeamte vom Dienst suspendiert. Ihnen wird vorgeworfen, am Montag einen am Boden liegenden Mann mit Fäusten und Fußtritten misshandelt zu haben. Bei dem Opfer soll es sich um einen Randalierer gehandelt haben, der am Sonntag zunächst festgenomen, dann aber wieder freigelassen worden war.Bei den Jugendkrawallen in französischen Vorstädten ist nach offiziellen Schätzungen bislang ein Versicherungsschaden von rund 200 Millionen Euro entstanden. Seit dem 27. Oktober sind rund 6600 Autos angezündet und dutzende Schulen, Sporthallen, Lager und Geschäfte durch Brandanschläge zerstört oder schwer in Mitleidenschaft gezogen worden. Rund 2000 Personen wurden bislang festgenommen.