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Trauer nach den Anschlägen von Amman - Jordanier demonstrieren gegen Terror

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Trauer nach den Anschlägen von Amman - Jordanier demonstrieren gegen Terror

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Trauer und Protest nach den Anschlägen in Amman – in der Hauptstadt und in anderen Teilen Jordaniens sind Zehntausende Menschen gegen Terror und Gewalt auf die Straße gegangen. Vor dem Hotel, in dem am Mittwochabend der erste Sprengsatz inmitten einer Hochzeitsgesellschaft detonierte, stellten Trauernde Kerzen auf. In einer offenbar koordinierten Aktion hatten Selbstmordattentäter in drei westlichen Luxushotels insgesamt 56 Menschen mit in den Tod gerissen.

Inzwischen wurden mehrere Verdächtige festgenommen. Der jordanische König Abdullah II. kündigte in einer Fernsehansprache an, man werde die Hintermänner der Attentate ausfindig machen. Die Worte richteten sich an die irakische Al-Qaida-Gruppe, die sich im Internet zu den Gewaltakten bekannte. Und damit an deren Chef Abu Mussab Al Sarkawi, gebürtiger Jordanier und Staatsfeind Nummer eins des Königreichs. Er und seine Anhänger werden für zahlreiche Bluttaten im Nachbarland Irak verantwortlich gemacht. Jordanien gilt als enger Verbündeter der USA. Nicht zuletzt wegen seines Friedensvertrags mit Israel ist das Land im Visier islamischer Extremisten. Nie zuvor hatte es hier jedoch einen Selbstmordanschlag gegeben. Königin Rania besuchte in einem Krankenhaus Opfer der Anschläge. Unter den insgesamt mehr als 100 Verletzten sind auch vier deutsche Touristen.