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Festnahme in Amman: Irakerin wollte sich in Hotel in die Luft sprengen

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Festnahme in Amman: Irakerin wollte sich in Hotel in die Luft sprengen

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In der jordanischen Hauptstadt Amman haben die Behörden eine 35-jährige Frau festgenommen. Nach Polizeiangaben ist sie in die Bombenanschlägen vom vergangenen Mittwoch verwickelt. Die Irakerin soll versucht haben, sich wie die drei anderen Selbstmordattentäter in einem Hotel in die Luft zu sprengen. Allerdings versagte der Bombengürtel und die Frau flüchtete.

Sie soll die Schwester eines ehemaligen Vertrauten von Extremistenführer Abu Mussab Al-Sarkawi sein. Sie war mit dem Täter verheiratet, der in Mitten einer Hochtzeitsgesellschaft in Amman seinen Sprengstoff zündete. Bei den drei Explosionen in westlichen Hotels der jordanischen Hauptstadt waren mindestens 60 Menschen getötet worden. Nach den Attentaten waren die drei Selbstmörder schnell identifiziert. Die Auswertung von DNA-Spuren ergab, dass die Männer aus dem Nachbarland Irak gekommen waren. Die Terrororganisation Al-Qaida übernahm die Verantwortung für die Anschläge. Jordaniens König Abduallah II. sagte nach der jüngsten Festnahme, dass esTragödien wie in Jordanien überall auf der Welt gegeben habe: in muslimischenLändern, Amerika, Europa, Asien und Russland. Das Phenomän Terrorismus bringealle Länder enger zusammen. Wie auch in den Tagen zuvor kam es in einigen Städten Jordaniens zu erneut zu Demonstrationen gegen Terror und Gewalt. An den Protestzügen beteiligten sich mehrere tausend Menschen.