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Ausschreitungen in Frankreich lassen an Zahl und Umfang nach

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Ausschreitungen in Frankreich lassen an Zahl und Umfang nach

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In Frankreich hat die Zahl der Gewalttaten weiter abgenommen. In mehreren Städten kam es aber auch in der vergangenen Nacht wieder zu Krawallen. Aus der Umgebung der französischen Hauptstadt Paris und aus Toulouse wurden jeweils noch etwa ein Dutzend brennende Autos gemeldet. Insgesamt wurden in der vergangenen Nacht nach Angaben der Polizei mindestens 271 Fahrzeuge in Brand gesteckt und 112 Personen festgenommen.

Unter dem Eindruck der Krawalle will die Europäische Union für die sozialen Problemviertel Frankreichs 50 Millionen Euro bereitstellen. Auch längerfristig könnten mit “der Umschichtung ungenutzter Budgets” bis zu eine Milliarde Euro für die Entwicklung sozialer Randviertel französischer Großstädte zur Verfügung gestellt werden, sagte der Präsident der EU-Kommission, Jose Manuel Barroso, in Paris. Barroso traf am Abend mit dem französischen Premierminister Dominique de Villepin zusammen. In den Problemvierteln der französischen Städte herrschen hohe Arbeitslosigkeit und Wohnungsnot, gleichzeitig wurden von der Regierung die Finanzmittel für viele Vorstadt-Vereine und Jugendeinrichtungen gestrichen. Bei den Krawallen, die seit über zwei Wochen andauern, wurden bislang mehr als 8400 Fahrzeuge in Brand gesteckt, ebenso Kindergärten, Schulen und Geschäfte. Die verursachten Sachschäden belaufen sich nach Angaben von Versicherungen auf rund 240 Millionen Euro.