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Rice sieht Chancen auf Frieden in Nahost steigen

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Rice sieht Chancen auf Frieden in Nahost steigen

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Die amerikanische Außenministerin Condoleezza Rice hat bei ihrem Besuch in Jerusalem Israelis und Palästinenser aufgefordert, ihren Willen zum Frieden unter Beweis zu stellen. Im Hinblick auf die Beteiligung der palästinensischen Untergrundbewegung Hamas bei den Parlamentswahlen im kommenden Januar sagte Rice, keine Demokratie könne bewaffnete Gruppen dulden, die sowohl Politik betrieben als auch für Terrorakte verantwortlich gemacht würden. Bei der Veranstaltung des US-Medienmoguls und ehemaligen Hauptaktionärs der deutschen ProSiebenSat.1 Media AG, Haim Saban, betonte Rice, dass es Hoffnung auf Frieden im Nahen Osten gebe, denn die internationale Gemeinschaft sei vereint im Kampf gegen den Terror. Auch die Menschen in Nahost würden sich deutlicher gegen Terrorismus aussprechen und den trügerischen Glauben zurückweisen, dass Auseinandersetzungen zwischen Staaten oder religiöse Lehren das Töten Unschuldiger rechtfertigten.

Unterdessen konnten sich der israelische Verteidigungsminister Shaoul Mofaz und der palästinensische Minister für Innere Sicherheit, Mohammed Dahlan, nicht auf einen Fahrplan zur Öffnung des Grenzübergangs Rafah einigen. Rafah wird von der israelischen Armee mit der Begründung blockiert, die Palästinenserführung könne bislang nicht garantieren, dass dort keine Waffen oder Extremisten in den Gazastreifen geschmuggelt würden.