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China bestätigt Vgelgrippe-Todesfall und plant Massenimpfungen von Vögeln

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China bestätigt Vgelgrippe-Todesfall und plant Massenimpfungen von Vögeln

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China will mit drastischen Maßnahmen gegen die Vogelgrippe vorgehen. Wie die chinesische Regierung ankündigte, sollen alle 14 Milliarden Zuchtvögel im Land geimpft werden – das sind 20 Prozent der weltweiten Geflügelpopulation. Nach Angaben der chinesischen Behörden wurde mit den Massenimpfungen bereits begonnen. Die Kosten übernimmt die Regierung in voller Höhe.

Auch Menschen sind in China weiterhin bedroht. Ein kleiner Junge hat zwar eine Infektion mit dem gefährlichen Virus H5N1 überlebt. Am Donnerstag bestätigte ein Sprecher der chinesischen Regierung jedoch erstmals einen Todesfall durch die Vogelgrippe. Eine 24jährige Bäuerin im Osten des Landes sei an der Krankheit gestorben, hieß es. Möglicherweise ist auch ein 12jähriges Mädchen der Vogelgrippe erlegen – allerdings ließ sich in diesem Fall die Todesursache nicht zweifelsfrei nachweisen. Unterdessen hat die US-Gesundheitsbehörde FDA vom Pharmakonzern Roche weitere Informationen über dessen Grippemittel Tamiflu angefordert, nachdem in Japan 12 Kinder während der Einnahme des Mittels gestorben waren. Allerdings seien die Berichte hinsichtlich der Todesursache unklar, hieß es – ein Zusammenhang mit Tamiflu sei derzeit nicht nachweisbar. Bei Roche hieß es, man habe bei der Anwendung von Tamiflu nicht mehr Todesfälle registriert als bei Grippepatienten im Allgemeinen. Tamiflu wurde wegen der Vogelgrippe für Roche zum Verkaufsschlager. Vertreter des Konzerns sowie der FDA wollen am Freitag nähere Informationen zu den strittigen Todesfällen bekannt geben.