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Dutzende Todesopfer bei Anschlagsserie von al-Qaida im Irak

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Dutzende Todesopfer bei Anschlagsserie von al-Qaida im Irak

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Bilder von Überwachungskameras, wie sie an diesem Freitag bei einem Autobombenanschlag in Bagdad gedreht wurden, können wohl kaum wiedergeben, wasdie irakische Bevölkerung in diesen Tagen erleidet. Mehr als 70 Menschen wurden allein heute im Land getötet, in der Hauptstadt mindestens sechs.

Rettungskräfte suchten nach Überlebenden, nachdem die Selbstmordattentäter zwei Lieferwagen zur Explosion gebracht hatten, gut 40 Menschen wurden verletzt, darunter ausländische Journalisten. Rund um den Hotelkomplex sind Wachen aufgestellt, Autos werden nach Sprengstoff durchsucht – und doch gelingt es den selbsternannten Widerstandskämpfern immer wieder, an empfindlicher Stelle zuzuschlagen.

Die weitaus meisten Todesopfer gab es an diesem Freitag bei Anschlägen auf zwei schiitische Moscheen in Chanakin nahe der iranischen Grenze, zu dem sich inzwischen die Terrorgruppe al-Qaida bekannt hat. Während des Freitagsgebets sprengten sich zwei Selbstmordattentäter inmitten ihrer Glaubensbrüder in die Luft und rissen mehr als 60 Menschen mit in den Tod. Dieses Vorgehen deutet auf eine klare Absicht hin:

Die Terrortruppe um Osama bin Laden, der seine Wurzeln ja im strengen wahabbitischen Sunnitentum saudi-arabischer Prägung hat, versucht weiter den Irak zu spalten und in einen Bürgerkrieg zu treiben.