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Proteste gegen Weltinformaitonsgipfel gehen weiter

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Proteste gegen Weltinformaitonsgipfel gehen weiter

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Am Rande des Weltinformationsgipfels in Tunis ist es erneut zum Eklat gekommen. Die tunesischen Behörden verweigerten dem Generalsekretär von Reporter ohne Grenzen die Einreise – angeblich, weil er nicht akkreditiert sei. Eine Sprecherin des Gipfels hingegen streitet das ab. Die Hilfsorganisation wirft Tunesien schwerste Verletzungen der Pressefreiheit vor. Julian Paine von Reporter ohne Grenzen: “Bei diesem Gipfel reden alle repressiven Regime über Internet-Herrschaft, über Internet-Freiheit. Cuba, China, der Iran, Länder mit eingesperrten Journalisten, mit inhaftierten Cyber-Dissidenten, die das Internet zensieren – sie sind hier, als Gast auf dem UN-Gipfel.” Auf dem ersten Weltinformationsgipfel geht es noch bis heute darum, wie der digitale Graben zwischen armen und reichen Ländern überwunden werden kann. Ein Weg ist die einfache und billige Hardware, wie der auf dem Gipfel vorgestellte 100-Dollar-Laptop. Er soll in einigen Entwicklungsländern angeboten werden. UNO-Generalsekretär Kofi Annan betonte aber gleichzeitig: Die Gründe für mangelnden Internetzugang sind oft politisch: Wenn Regierungen es wollen, kann das Internet für jeden zugänglich sein.