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Tschetschenischer Regierungschef bei Unfall schwer verletzt

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Tschetschenischer Regierungschef bei Unfall schwer verletzt

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Der Regierungschef der russischen Teilrepublik Tschetschenien, Sergej Abramow, ist bei einem Autounfall nahe Moskau schwer verletzt worden. Nach Medienberichten ist er nach einer Not-Operation außer Lebensgefahr. Ein Vertreter der pro-russischen tschetschenischen Regierung schloss einen Anschlag aus. Abramow war erst im vergangenen Jahr einem Attentat entgangen. In der tschetschenischen Hauptstadt Grosny war ein Bombenanschlag auf den Auto-Konoi des 33jährigen verübt worden. Der Sohn des ebenfalls im vergangenen Jahr bei einem Anschlag getöteten tschetschenischen Präsidenten Akhmad Kadyrow, Ramsan Kadyrow, führt vorübergehend die Amtsgeschäfte Abramows weiter. Abramow ist zwar offiziell Regierungschef der abtrünnigen Kaukasusrepublik. Als eigentlicher Machthaber gilt aber ohnehin Ramsan Kadyrow. In Tschetschenien soll am 27. November ein neues Parlament gewählt werden. Nach Angaben von Ärzten dürfte Abramow bis Ende Dezember im Krankenhaus bleiben, sein Amt werde er voraussichtlich Anfang Januar wieder übernehmen können. In der Region wird weiter gekämpft, täglich gibt es Todesopfer unter der Zivilbevölkerung.