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Franco-Anhänger demonstrieren gegen Regierung Zapatero

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Franco-Anhänger demonstrieren gegen Regierung Zapatero

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In Spanien sind zum 30. Todestag von Francisco Franco sowohl Anhänger als auch Gegner des Ex-Dikatators auf die Straße gegangen. Tausende Franco-Getreue versammelten sich bei seinem Grab nahe Madrid – darunter auch Antonio Tejero, jener Oberst, der den gescheiterten Militärputsch 1981 mitinitiierte, sowie die Tochter des Diktators. Bei ihren Gedenkveranstaltungen protestierten sie auch gegen die sozialistische Regierung und deren umstrittene Reformpolitik beispielsweise in der Frage der Homo-Ehe und der Abwertung des Religionsunterrichts.

Auch um das Grabmal Francos gibt es in Spanien noch immer heftige Debatten. Ministerpräsident Jose Luis Rodriguez Zapatero möchte das Monument in eine Bürgerkriegs-Gedenkstätte umwidmen. Während die Rechten Franco feierten, sammelten sich in Madrid rund 2000 Antifaschisten zu einem Marsch durch die Hauptstadt. Damit wollten sie an die rund 500.000 Menschen erinnern, die im Bürgerkrieg und bei Francos Hetzjagd auf Oppositionelle ihr Leben lassen mussten. 36 Jahre lang hatte der Diktator Spanien regiert. Noch heute tragen Straßen oder Schulen seinen Namen. Zwar bekennen sich fast alle Spanier zur Demokratie – eine offene und umfassende Aufarbeitung der Franco-Zeit steht jedoch noch aus.