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ETA-Prozess sorgt für Diskussion in Spanien

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ETA-Prozess sorgt für Diskussion in Spanien

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In Madrid hat das größte Verfahren der spanischen Geschichte begonnen. Gleichzeitig handelt es sich um einen wichtigen Prozess im Kampf gegen die baskische Untergrundorganisation ETA. Noch nie saßen so viele Verdächtige auf der Anklagebank: 56 Männer und Frauen müssen sich wegen ihrer Verbindungen zur ETA veranworten. Ihnen wird vorgeworfen, die Untergrundorganisation finanziell, politisch und ideologisch unterstützt zu haben. Außerdem werden manchen Buchführungs- und Steuerdelikte zur Last gelegt. Für viele Spanier findet der Prozess zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt statt. Hat doch die neue sozialistische Regierung einen weniger harten Kurs gegen die ETA angekündigt, als ihn die konservative Vorgängerregierung verfolgt hatte. Doch harte Urteile könnten die Gewalt wieder anheizen und mögliche Verhandlungen zwischen Regierung und der Untergrundorganisation ausschließen, befürchten Beobachter. Das Verfahren, zu dem die Angeklagten in drei Bussen gebracht wurden, erregt im ganzen Land große Aufmerksamkeit. Es findet unter strengen Sicherheitsvorkeherungen statt.