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Großkundgebung in Kiev zum ersten Jahrestag der "orangenen Revolution"

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Großkundgebung in Kiev zum ersten Jahrestag der "orangenen Revolution"

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In Kiev haben zehntausende Menschen den Jahrestag der sogenannten “orangenen Revolution” der Ukraine gefeiert. Besonders umjubelt wurde die ehemalige Ministerpräsidentin Julia Timoschenko. Sie war im September von Präsident Viktor Juschtschenko entlassen worden. Bei der Kundgebung auf dem Unabhängigkeitsplatz rief sie die orangenen Kräfte zur Einigkeit auf, um die Parlamentswahlen im kommenden Jahr gemeinsam zu gewinnen. Die politischen Gegner versuchten, sie und den Präsidenten gegeneinander auszuspielen, sagte Timoschenko, doch das sei reine Propanda: “Glaubt ihnen nicht!” Vor einem Jahr hatten in Kiew Massendemonstrationen gegen Wahlfälschungen zugunsten der damaligen Regierung begonnen. Daraufhin ordnete das Oberste Gericht der Ukraine einen dritten Wahlgang an, den Juschtschenko am 26. Dezember gewann. Das gemeinsame Auftreten mit seiner geschassten Regierungschefin Timoschenko wurde als Zeichen der Versöhnung gewertet. Auch Juschtschenko rief zur Einheit auf. Der damalige Aufbruch habe erstmals in 14 Jahren Unabhängigkeit aus der Ukraine ein demokratisches Land gemacht, sagte er. Allerdings sind seiner Anhänger mittlerweile enttäuscht, zumal der wirtschaftliche Aufschwung der Ukraine sich verlangsamt hat. In der Stadt Donezk in der Ostukraine gab es am Dienstag Kundgebungen gegen die Führung.