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IAEO-Gouverneursrat berät über Irans Atomprogramm

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IAEO-Gouverneursrat berät über Irans Atomprogramm

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Neue Runde im Streit um das iranische Atomprogramm: In Wien ist der Gouverneursrat der Internationalen Atomenergie-Organisation IAEO zusammengetreten, um ein weiteres Mal über iranische Verstöße gegen den Atomwaffensperrvertrag zu beraten. Es gilt als sicher, dass der Fall Iran nicht – wie ursprünglich geplant – dem Weltsicherheitsrat übergeben wird. Teheran hatte damit gedroht, in diesem Fall den Atomsperrvertrag zu kündigen.

Im vergangenen August hatte die EU Verhandlungen mit dem Iran über ein umfassendes Kooperationsabkommen abgebrochen, nachdem die Uranumwandlung in der Anlage von Isfahan wiederaufgenommen worden war. Eine Einstellung der Uranumwandlung schloss die Regierung in Teheran aus; der Iran würde vielmehr gern auch mit eigentlichen Urananreicherung in der Anlage von Natans beginnen, erklärte Außenminister Mottaki.

Die Wiederaufnahme des Programms zur Urananreicherung war Anfang der Woche vom iranischen Parlament gebilligt worden. Nach Erkenntnissen der IAEO ist der Iran im Besitz von Unterlagen zum Bau von Gaszentrifugen. Damit kann Uran so angereichert werden, dass es sich für Nuklearsprengköpfe eignet. Der Westen verdächtigt den Iran, Atomwaffen herstellen zu wollen.

Dies erregt besondere Besorgnis angesichts der jüngsten Vernichtungsdrohungen von Präsident Ahmadinedschad gegen Israel. Irans Außenminister gab unterdessen bekannt, er habe sich grundsätzlich mit seinem britischen Kollegen Jack Straw auf eine Wiederaufnahme der Verhandlungen mit der EU-Troika geeinigt.