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Chemieunfall in China: Auch in Russland wächst die Sorge

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Chemieunfall in China: Auch in Russland wächst die Sorge

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Nach der schweren Umweltkatastrophe in Nordostchina vor knapp zwei Wochen laufen in den betroffenen Regionen die Evauierungen weiter. Hunderte Menschen aus den Ortschaften am Fluss Songhua wurden in Sicherheit gebracht. Nachdem das Chemiewerk zunächst jeden Zusammenhang zwischen der Explosion und der Wasserverschmutzung geleugnet hatte, entschuldigten sich die Betreiber nun offiziell bei den Bewohnern der betroffenen Provinzen.

Die chinesische Armee versucht, das Wasser des Flusses mit Aktivkohle zu reinigen. Die künstlich hergestellten Kohlenstoffe sollen das bei dem Chemieunfall ausgelaufene Benzol und Nitrobenzol aus dem Wasser filtern. Mehr als 100 Tonnen Aktivkohle werden am Freitag abend in die Großstadt Harbin transportiert. Das Unglück hatte sich in der Stadt Jilin ereignet. Mehr als 100 Tonnen Chemikalien waren nach offiziellen Angaben in das Wasser des Flusses Songhua ausgelaufen. Auch in Russland wächst die Angst vor einer Giftkatastrophe, da der Songhua an der Grenze in den russischen Strom Amur mündet. Die Behörden in Chabarowsk wollen am Freitag den Notstand ausrufen. Gewässerproben aus dem Amur ergaben nach Angaben des russischen Zivilschutzes bislang keine erhöhte Schadstoffkonzentration. Allerdings wird befürchtet, das der Giftteppich am Wochenende die russische Grenze erreicht.