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Nahost: Grenzübergang Rafah mit Festakt wieder eröffnet

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Nahost: Grenzübergang Rafah mit Festakt wieder eröffnet

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Mit einem Festakt ist der Grenzübergang Rafah zwischen Ägypten und dem Gazastreifen am Freitag wieder eröffnet worden. An der Zeremonie nahmen neben Palästinenserpräsident Mahmud Abbas auch Vertreter Israels, Ägyptens sowie der EU teil. Seit dem israelischen Abzug aus dem Gazastreifen war der Kontrollpunkt fast durchgehend geschlossen. Erst nach Vermittlung von US-Außenministerin Condoleeza Rice hatten Israel und die Palästinenser ein Abkommen zu seiner Wiedereröffnung unterzeichnet. Bedingung Israels war, dass keine Extremisten aus- oder einreisen und keine Waffen geschmuggelt werden.

EU-Sicherheitskräfte werden den Grenzübergang überwachen, die palästinensischen Zoll- und Grenzbeamten kontrollieren und bei Konflikten zwischen der israelischen und palästinensischen Seite vermitteln. Außerdem wird der Kontrollpunkt ständig von Videokameras observiert. Ab morgen ist die Grenze für den Personenverkehr freigegeben. Vorerst dürfen allerdings nur jene Palästinenser die Grenze passieren, die im von Israel geführten palästinensischen Zivilregister erfasst sind. Für die 1,3 Millionen Palästinenser im Gazastreifen ist der Grenzübergang Rafah die einzige Verbindung nach Ägypten und zugleich die einzige Landverbindung, die nicht über Israel führt. Die Öffnung der Grenze soll dabei helfen, die Lebensbedingungen der Palästinenser zu verbessern und die wirtschaftliche Erholung des verarmten Küstenstreifens in Gang zu bringen.