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Mordfall Hariri: Verdächtige sollen in Wien verhört werden

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Mordfall Hariri: Verdächtige sollen in Wien verhört werden

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Nach langem Hin und Her hat die syrische Regierung bei den Ermittlungen im Mordfall Hariri eingelenkt. Die fünf verdächtigen Geheimdienstmitarbeiter sollen nun im Sitz der Vereinten Nationen in Wien verhört werden. Der stellvertretende Außenminister Walid Mouallem sagte, Wien sei ein Kompromiss.

Der deutsche UN-Chefermittler Detlev Mehlis hatte Libyen als Ort für die Verhöre vorgeschlagen, Damaskus wollte sie im Golan zwischen Syrien und Israel, durchführen lassen. Außerdem habe Syrien die Zusicherung erhalten, dass die Verdächtigen nach der Befragung wieder nach Hause zurückkehren dürften, hieß es.

Der frühere libanesische Regierungschef Rafik Hariri war im Februar bei einem gezielten Autobombenangriff in Beirut getötet worden. Die UN-Ermittler vermuten, dass der syrische Geheimdienst an dem Mordkomplott beteiligt war. Damaskus bestreitet dies. Ein Datum für die Verhöre steht noch nicht fest. Den endgültigen Ermittlungsbericht über den Mordanschlag auf Rafik Hariri will Sonderermittler Mehlis am 15. Dezember vorlegen.