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Umweltkatastrophe in China: Kritik und Schadenersatzforderungen an Chemiewerk

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Umweltkatastrophe in China: Kritik und Schadenersatzforderungen an Chemiewerk

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Nach der schweren Umweltkatastrophe in China werden Vorwürfe an den Betreiber der Chemiefabrik laut, in der sich die Explosion ereignet hatte. Staatliche Medien kritisierten, die Wahrheit sei lange verschwiegen worden. Das Unternehmen hatte tagelang beteuert, nichts mit der Verschmutzung des Wassers zu tun zu haben.

Erst vor kurzem entschuldigten sich die Betreiber bei der Bevölkerung der betroffenen Regionen. Mittlerweile gibt es erste Schadenersatzforderungen an den Betreiber des Chemiewerkes. Zwei Einwohner Harbins haben bereits Klagen eingereicht; ihr Anwalt geht davon aus, dass weitere folgen werden.

Am 13. November waren nach dem Unglück in der Stadt Jilin mehr als 100 Tonnen giftiger Chemikalien in das Wasser des Flusses Songhua ausgelaufen. Der Giftteppich hat die Millionenstadt Harbin passiert und bewegt sich nun auf die russische Grenze zu. In Harbin, das seit mehreren Tagen ohne Trinkwasser ist, wird nun versucht, das Leitungswasser mit Aktivkohle zu reinigen.

In den Wasserwerken soll der Kohlenstoff zum Filtern des Wassers eingesetzt werden. Eine zusätzliche Schicht wird in Filterbecken eingezogen. Voraussichtlich am Sonntag soll das Trinkwasser in Harbin wieder fließen.