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Proteste vor Euromed-Gipfel in Barcelona

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Proteste vor Euromed-Gipfel in Barcelona

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In Barcelona kommen an diesem Sonntag die EU-Staaten mit südlichen Mittelmeeranrainern zum Euromed-Gipfeltreffen zusammen. In der katalanischen Metropole wurden strenge Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Am Vorabend protestierte die in London ansässige humanitäre Organisation Oxfam gegen die Agrarpolitik der EU und insbesondere die Einfuhrzölle, die von den südlichen EU-Nachbarn gezahlt werden müssen.

Zu den Themen des Euromed-Gipfels gehört der Plan, bis 2010 eine Freihandelszone zwischen der EU und den Staaten im Süden des Mittelmeers einzurichten. Dazu sagte Philippe de Fontaine Vive von der Europäischen Investitionsbank, einer autonomen Einrichtung der EU: “Ich glaube, dass die Euromed- Teilnehmer bestrebt sind, den Lebensstandard im Norden und im Süden des Mittelmeers einander anzunähern, so wie es innerhalb der EU geschehen ist, und die wirtschaftliche Entwicklung in Europa zeigt uns, dass man mit der schrittweisen Liberalisierung des Handels auch eine Konvergenz der beteiligten Staaten ermöglicht.”

Experten halten es jedoch für unwahrscheinlich, dass eine Freihandelszone bis 2010 geschaffen werden kann. An dem Gipfel nehmen neben den 25 EU-Staaten neun Euromed-Partnerstaaten und die palästinensische Autonomiebehörde teil, sowie fünf assozierte beziehungsweise Beobachterstaaten.