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Kanada: Schwieriger Verhandlungspoker um Klimaschutz

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Kanada: Schwieriger Verhandlungspoker um Klimaschutz

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Nach Beginn der Welt-Klimakonferenz im kanadischen Montreal wird mit Spannung erwartet, ob es den rund 10.000 Teilnehmern gelingt, dem weltweiten Klimaschutz neue Impulse zu verleihen. Der Bürgermeister der kanadischen Stadt sagte, man trage eine gewaltige Verantwortung für zukünftige Generationen und sei verpflichtet, Ergebnisse zu erzielen. Nachdem das Kyoto-Protokoll im Februar in Kraft getreten ist, sollen nun in Montreal konkrete Ausführungspläne erarbeitet werden. Auch geht es darum, die Hilfen für ärmere Länder zur umweltfreundlichen Entwicklung und Anpassung an die Schäden durch die globale Erwärmung auszubauen. Zudem erhofft er sich von der Konferenz einen kreativen, offenen Dialog für den Klimaschutz nach 2012. Besonderes Augenmerk richtet sich auf die USA und China. Bislang sind die beiden Länder mit dem größten Kohlendioxid-Ausstoß nicht konkret in den Kyoto-Prozess eingebunden. Die USA haben dem Klimaschutzprozess den Rücken gekehrt. China muss als Entwicklungsland noch keine Verpflichtungen zur Senkung des Schadstoffausstosses übernehmen. Aber auch in der Europäischen Union haben zahlreiche Länder ihre Auflagen zum Klimaschutz bislang nur unzureichend erfüllt.