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Tote und schwere Schäden bei Wintersturm auf Urlauberinseln

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Tote und schwere Schäden bei Wintersturm auf Urlauberinseln

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Auf den Kanarischen Inseln hat Tropensturm “Delta” vermutlich mindestens 19 Menschen das Leben gekostet und schwere Schäden verursacht. Sechs afrikanische Flüchtlinge ertranken rund 400 Kilometer vor Gran Canaria, als ihr Boot kenterte. Zwölf werden noch vermisst, 32 weitere konnten gerettet werden. Auf Fuerteventura starb ein 63-Jähriger, als er bei Reparaturarbeiten vom Dach seines Hauses stürzte. Die Behörden hatten frühzeitig vor dem Unwetter gewarnt, die Schulen auf den sieben Inseln wurden geschlossen und die Bevölkerung aufgerufen, die Häuser möglichst nicht zu verlassen sowie das Auto stehen zu lassen. Hunderte mussten dennoch die Nacht in Einkaufszentren oder Flughäfen verbringen. Eine Frau schilderte, ein Kran sei umgestürzt und habe ihr Haus beschädigt. Ein anderer Augenzeuge berichtete von Bäumen und Motorrädern, die vom Sturn durch die Luft gewirbelt wurden.

Schlechte Nachrichten auch für zukünftige Kanarenurlauber: in Puerto de las Nieves im Nordwesten Gran Canarias hat die Wucht “Deltas” nicht nur Strommasten sondern auch den “Finger Gottes” umgeknickt. Das Naturmonument galt als ein Wahrzeichen der Inselgruppe.