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Internationaler Aids-Tag: Zahl der Infizierten auf Rekordniveau

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Internationaler Aids-Tag: Zahl der Infizierten auf Rekordniveau

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In Südafrika haben Wissenschaftler anläßlich des heutigen Internationalen Aids-Tages die Einführung einer Sondersteuer für die Opfer der Immunschwächekrankheit gefordert. Mehr als jeder zehnte Südafrikaner ist inzwischen mit dem HIV-Virus infiziert. Besonders betroffen sind junge Frauen. Aber nur ein Bruchteil er Betroffenen erhält lebensverlängernde Medikamente und ärztliche Betreuung, wie in diesem Dorf für Aids-Infizierte bei Johannesburg. “Die Regierung muss endlich einsehen, dass dies ein Krieg ist. Sie sollte die medizinischen Einheiten der Armee in die ländlichen Gebiete schicken, um den Menschen die notwendige Versorgung zu geben”, fordert die Gründerin des Dorfes, Corine McClintock.

Weltweit ist die Aidsepidemie mit erstmals mehr als 40 Millionen Infizierten auf einem neuen Höchststand, trotz umfangreicher Aufklärungskampagnen. Während der Schwerpunkt in Afrika liegt, steigen aufgrund wachsender Sorglosigkeit die Infektionszahlen in vielen Industrieländern zurzeit Besorgnis erregend an. Dieses Heim in St. Petersburg ist das erste in Russland für Aids-kranke Kinder, die durch ihre Eltern infiziert wurden. Inzwischen ist weltweit jeder sechste Aids-Tote ein Kind. In Deutschland leben rund 49.000 HIV-Infizierte, in Österreich zwischen 12 und 15.000 und in der Schweiz rund 20.000.