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1000.Hinrichtung in den USA

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1000.Hinrichtung in den USA

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Trotz anhaltender Proteste findet am morgen in den USA die 1000.Hinrichtung seit Wiedereinführung der Todesstrafe vor rund drei Jahrzehnten statt. Um 8 Uhr MEZ soll der wegen zweifachen Mordes verurteilte Kenneth Lee Boyd im Zentralgefängnis von Raleigh im Bundesstaat North Carolina mit einer Giftspritze getötet werden. Boyds letzte Hoffnung war ein Gnadengesuch an den Gouverneur von North Carolina, Mike Easley. Dieser lehnte jedoch eine Begnadigung des 57-Jährigen Vietnam-Kriegsveteran ab. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International verurteilte die erneute Hinrichtung: Dass das reichste und mächtigste Land der Erde weiterhin töte, statt soziale Probleme zu lösen, sei mit den Vorstellungen einer zivilisierten Gesellschaft nicht zu vereinbaren, hiess es. Unterdessen wurde in Singapur ungeachtet internationaler Gnadenappelle ein Australier wegen Rauschgiftschmuggels hingerichtet. Der 25-jährige, aus Vietnam stammende Täter starb am morgen durch den Strang, hiess es aus dem Innenministerium. Nach Angaben von Amnesty wurden in Singapur seit 1991 fast 420 Menschen exekutiert, die meisten wegen Drogenvergehen. Damit habe der Stadtstaat gemessen an der Bevölkerungszahl weltweit die höchste Zahl an Hinrichtungen.