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In Singapur ist ein australischer Staatsbürger wegen Drogenschmuggels hingerichtet worden

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In Singapur ist ein australischer Staatsbürger wegen Drogenschmuggels hingerichtet worden

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Nguyen Tuong Van starb trotz internationaler Gnadenappelle durch den Strang. In Canberra versammelten sich hunderte Menschen. Das Todesurteil hatte in Australien Entsetzen ausgelöst. Bis zuletzt hatte sich Premierminister John Howard für eine Begnadigung des 25-jährigen eingesetzt. “Ich hoffe, dass die jungen Australier eine Lehre daraus ziehen werden”, sagte Howard. “Lasst die Finger von den Drogen. Nehmt keine und handelt nicht damit.”

Nguyen Tuong Van war 2002 ertappt worden, als er 400 Gramm Kokain von Singapur nach Australien schmuggeln wollte. Dank der Gnadengesuche durfte er zumindest noch mal die Hände seines Zwillingsbruders und seiner Mutter berühren. Ein letzter Körperkontakt mit Angehörigen ist zum Tode Verurteilten normalerweise verboten.

Die Drogengesetze in Singapur zählen zu den strengsten der Welt. Für den Besitz von 15 Gramm Heroin ist die Todesstrafe zwingend vorgeschrieben. Nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen uwrden in dem Stadtstaat seit 1991 fast 420 Menschen hingerichtet. Die meisten wegen Drogenvergehen.